· 

Blog: Das Faszienwunder

 

"Was ist denn wirklich wirksam und hilft bei schmerzhaften Verklebungen und Verspannungen von Muskeln und Faszien“,  werde ich oft gefragt, oder „Was sind eigentlich Faszien und was ist das Bindegewebe"? 

 

Die Antworten sind einfach aber auch etwas länger, da unsere Faszien ein wahres Wunder unterschiedlichster Texturen mit den vielfältigsten Funktionen sind. Es lohnt sich, dieses wundervolle Netzwerk etwas näher kennenzulernen, um zu verstehen, was wir für die Geschmeidigkeit und Vitalität unserer Faszien tun können. 

 

 

Was sind faszien und was ist das bindegewebe?

Lange Zeit führten unsere Faszien in der Medizinforschung ein Schattendasein und galten nur als Schutzhülle oder Füllmaterial, ungefähr so wie Plastikfolie oder Styroporkügelchen in den Versandpaketen. Faszientherapeuten, wie Rolfer oder Rebalancer wurden von der Wissenschaft nicht wirklich ernst genommen. Der erste internationale Faszienkongress im Jahr 2007 hat das grundlegend geändert. Seitdem ist die Faszienforschung und -behandlung ein anerkanntes Gebiet im Gesundheitsbereich. 

 

Wie die Fasern einer Grapefruit umhüllen und durchweben Faszien unsere Muskeln, Gelenke, Knochen und Organe. Der Hauptanteil der Faszien besteht aus Wasser mit darin gelösten Nährstoffen und ist von eiweißähnlicher Beschaffenheit, auch extrazelluläre Matrix (EZM) genannt. Unser gesamtes inneres Körpersystem wird durch die Matrix und die faserigen Strukturen gestützt und geschützt. Faszien gehören zum Bindegewebe und die beiden Wörter „Faszien“ und „Bindegewebe“ werden oft gleichbedeutend verwendet. Die Faszien speichern Wasser, bilden wichtige Nährstoffe, sind mit unzähligen Nervenzellen durchwoben und sorgen für fließende, leichte Bewegungen und für ein frisches, strahlendes Aussehen. 

 

 

Faszien - unser größtes Sinnesorgan!

Von besonderer Bedeutung ist ein Ergebnis der Forschung, welches unsere Faszien zum reichhaltigsten Sinnesorgan erklärt und zum wahrscheinlich wichtigsten Sinnesorgan für die Körperwahrnehmung. Die Wahrnehmung unserer Körperhaltung und Bewegung im Raum ist so komplex und elementar, dass wir ohne sie nicht in der Lage wären aufrecht zu stehen, geschweige denn auch nur einen Schritt zu tun. 

 

Das fasziale Gewebe ist von Millionen Nervenendigungen (Rezeptoren) durchwebt. Die Rezeptoren werden in vier 4 Typen unterschieden, die auf unterschiedliche Reize ansprechen. Sie reagieren auf Druck, Vibration, Dehnung, federnde Bewegung, Entspannung, Temperaturunterschiede sowie auf bewusste und aktive Muskelbewegung. Sie sind zudem mit dem vegetativen Nervensystem verbunden, dass unbewusste Bewegung steuert, z. B. die Atmung und die Verdauung. Deshalb ist auch ein möglichst abwechslungsreiches Training für unsere Faszien so wichtig. Als Faszientherapeutin arbeite ich mit entsprechend unterschiedlichen Methoden, um die verschiedenen Rezeptoren anzuregen und Geschmeidigkeit und Schmerzfreiheit zu unterstützen.

 

Unsere Augen, Ohren, die Nase oder die Haut sind also nicht unser größtes Sinnesorgan, sondern das Netzwerk unserer Faszien.

 

Warum sind die Schultern verspannt?

 

Wenn ich bei Vorträgen oder Kursen die Frage stelle: "hat jemand schon einmal unter verspannten Schultern gelitten", dann ernte ich jedes Mal großes Gelächter. Es scheint für uns alle völlig selbstverständlich zu sein, dass unsere Schultern sich oft verspannt anfühlen. Wenn ich dann alle auffordere, die Schultern bitte einmal völlig zu entspannen, dann ist das Gelächter wieder groß. Denn, wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Schultern nicht einfach wieder entspannen können. Die große Frage ist: "warum ist das so und stimmt das wirklich?"

 

Eine Antwort auf diese Frage hat Dr. Thomas Hanna durch seine Studien der Bewegungsabläufe gefunden. Chronische Verspannungen können Fehlhaltungen verursachen (z. B. Rundrücken, Hohlkreuz, Beckenschiefstand, vorgestreckte Kopfhaltung etc.). Die Fehlhaltung erleben wir meist nicht bewusst, sondern empfinden unsere Haltung als normal. Unser Gehirn hat im Laufe des Lebens „gelernt“, dass diese Fehlhaltung inkl. der dazugehörigen chronischen Verspannungen unsere normale, aufrechte Haltung ist. Es mag sich merkwürdig anhören aber Tatsache ist, dass unser Gehirn durch die jahrelange Fehlhaltung (z. B. tägliches gebeugtes Sitzen vor dem PC) „vergessen“ hat, bestimmte Muskeln und Faszien zu bewegen und die Anspannung wieder zu lösen. Der Fachausdruck für dieses Phänomen ist Sensomotorische Amnesie

 

Thomas Hanna entwickelte ein Therapiekonzept (Hanna Somatics) und ein Übungssystem (Somatische Übungen), dass auf einfache Weise die Sensomotorische Amnesie lösen und unserem Fasziensystem seine natürliche Geschmeidigkeit und Bewegungsfreiheit zurückgeben kann.

  

Faszien - unser versorger!

Die einzelnen Zellen in den Faszien stellen wichtige Bestandteile her und versorgen uns u. a. mit Stoffen, die wir schon aus der Kosmetikwerbung kennen:

Kollagene geben dem Körper Struktur und sind sehr reißfest. Die Zugfestigkeit ist höher als die von Stahl. Unser Fasziennetzwerk besteht zum großen Teil aus kollagenen Fasern. Besonders zu finden sind sie in Sehnen, Bändern und im Knorpelgewebe.

Elastin ist sehr stark dehnbar und elastisch. Es sorgt für die Formgebung und Elastizität von z. B. Lunge, Blutgefäßen und Haut. Diese drei Organe müssen sich teilweise um ein Vielfaches ausdehnen und immer wieder in die Normalgröße zurückkommen.

Hyaluronan – (früher Hyaluronsäure genannt) – kann sehr große Mengen Wasser speichern.

Z. B. Der Glaskörper des menschlichen Auges besteht zu 98 Prozent aus Wasser, das an nur zwei Prozent Hyaluronan gebunden ist. Hyaluronan schmiert u. a. in der Gelenkflüssigkeit unsere Gelenke, gibt den Kernen unserer Bandscheiben seine enorme Druckfestigkeit und sorgt für eine pralle jugendliche Haut.

 

Erst die Verknüpfung der Eigenschaften von Elastin, Kollagen und Hyaluronan lässt das Bindegewebe gleitend, elastisch, druckfest, dehnbar und gleichzeitig reißfest werden. 

 

Ein netzwerk ohne Anfang und Ende!

 

Ohne Anfang und Ende bilden die Faszien ein faseriges und eiweißähnliches, Netzwerk, welches unserem Körper seine Struktur und Form gibt. Wie bei einem Spinnennetz oder einem aufgespannten Fischernetz, entsteht immer Bewegung im gesamten Netz, sobald auch nur an einer Stelle gezogen wird. 

 

Unser Fasziennetz verhält sich ebenso. Sind an einer Stelle unseres Körper die Fasern der Faszien miteinander verklebt oder verhärtet, wirkt sich das auf das gesamt Netz aus. Das ist ein Grund, warum Schmerzen ausstrahlen können und die Schmerzursache manchmal an einer anderen Stelle des Körpers, als die Beschwerden zu finden ist.

 

Faszien - Beschützer Unserer Organe!

Unsere Organe werden von den Faszien umwickelt, gestützt und geschützt, wie eine Raupe in ihrem Kokon. Faszien halten die Organe an ihrem vorgesehenen Ort und geben ihnen gleichzeitig den Bewegungsfreiraum, den sie brauchen.

 

Wir kennen das Fasziengewebe, welches unsere Organe schützt auch unter anderen Namen. Wir sprechen z. B. von den Hirnhäuten, vom Herzbeutel, vom Bauchfell, Brust- oder Lungenfell oder von den Knochenhäuten. All dies sind fasziale Gewebe und wir können uns leicht vorstellen, wie Verklebungen auch die Gesundheit unserer Organe beeinträchtigen können. (Organbeschwerden müssen natürlich immer medizinisch abgeklärt werden).

 

Welche Beschwerden haben mit den Faszien zu tun?

 

Dass die Faszien bei Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen, chronischen Beschwerden oder Kopfschmerzen eine entscheidende Rolle spielen, gilt von der Medizinforschung mittlerweile als gesichert.

 

Besonders der Leiter des Fascia Research Project an der Universität Ulm, Dr. Robert Schleip, hat dazu entscheidend beigetragen. Er konnte nachweisen, dass bei Menschen mit einem Bandscheibenvorfall nur in 20% der Fälle tatsächlich die Bandscheiben für die Rückenschmerzen verantwortlich waren. Nach einer OP kehrten deshalb die Schmerzen oft zurück. Nicht selten sind verklebte oder verspannte Faszien und Muskeln die Ursache. 

 

Genauso können für Hüft-, Knie- oder Fußschmerzen und für Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit, verspannte Faszien der Grund sein. Da durch Verklebungen und Verfilzungen die Elastizität und Flexibilität sehr stark eingeschränkt wird und zu Schmerzen führen kann.

 

Auch die Ursache von Fehl- und Schonhaltungen müssen u. a. im Fasziengewebe gesucht werden. Verspannungen, Verhärtungen und Verkürzungen sorgen für eine gekrümmte Körperhaltung. Ein besonders verbreitetes Beispiel ist die tägliche Arbeit am Computer. Durch die stundenlange gebeugte Haltung, verkleben und verkürzen sich Brustmuskeln und Faszien und der Oberkörper wird buchstäblich nach vorne zu einem Rundrücken „gezogen“.

 

Wie wir bereits gelesen haben, können auch Organbeschwerden durch verklebte Faszien auftreten. Z. B. ist auch unser Darm auf ein geschmeidiges, elastisches Umfeld angewiesen. Verspannungen, Verklebungen oder Vernarbungen des Fasziengewebes sind häufig die Ursache für eingeschränkte Darmbewegungen und damit für unterschiedlichste Verdauungsbeschwerden.

 

Fachleute sprechen von einem Perspektivenwechsel in der Medizin. Die Vorstellung geht immer weiter weg von einem stabilen Knochengerüst, dass eingerenkt werden kann und wendet sich hin zu einer gleitenden, elastischen Form, die sich flexibel anpassen kann. Das hat sehr viele Veränderungen im Bereich Schmerztherapie bewirkt und wird auch weiterhin für neue Erkenntnisse sorgen. Die Faszienforschung ist im Grunde noch am Anfang.

 

Warum Verkleben die Faszien?

Faszien geben dem Körper einen vielfältigen Bewegungsradius. Sie sind für Bewegung gemacht. Bewegungsmangel und eingeschränkte Bewegungsabläufe, sind erwiesenermaßen Hauptursachen von verhärteten Faszien. 

 

Neben Nervenbahnen und Blutgefäßen laufen durch unser Fasziengewebe auch unsere Lymphgefäße, die unsere Zellen mit Nährstoffen versorgen und Stoffwechselprodukte von unseren Zellen weg transportieren. Der Lymphfluss wird durch Muskel- und Faszienaktivität angeregt, der sogenannten Muskelpumpe. Bei Bewegungsmangel funktioniert diese Pumpe nicht und die Lymphflüssigkeit kann nicht fließen. Es kommt zu einem Stau. Bei einem Lymphstau wird der in der Lymphe enthaltene Blutgerinnungshelfer „Fibrinogen“ in seine aktive Form, dem „Fibrin“, umgewandelt. Bei Verletzungen verschließt dieser körpereigene Klebstoff die Wunden. Wenn bei Bewegungsmangel der Lymphfluss gestaut ist, verklebt er allerdings das umliegende Fasziengewebe.

 

Doch auch das genaue Gegenteil, die Überbeanspruchung von Muskeln und Faszien können den Faszien schaden. Heutzutage sprechen wir z. B. nicht mehr so oft vom Tennisarm, sondern eher vom Mausarm. Wiederkehrende, gleichförmige Bewegung über sehr lange Zeit, z. B. die Bedienung der Maus, halten die Faszien in einer Dauerspannung. Das kann zu schmerzhaften Einschränkungen führen. Auch der Muskelkater ist eine Form von Überbelastung. Es wurde nachgewiesen, dass die Nervenenden von überlasteten Faszien dieses Schmerzgefühl verursachen.

 

Stress kann ebenfalls zu einem geschädigten Fasziengewebe führen. Von Faszienforschern wurde beobachtet, dass Stresshormone ein Zusammenziehen, eine Anspannung der Faszien bewirken. Kurzeitiger Stress und entsprechende Entspannungspausen haben für unsere Gesundheit und für die Faszien keine negativen Auswirkungen. Da wir uns aber oft die Zeit für Ruhe, Ausgleich und mentale Auszeit nicht gönnen, ist unser System in einem Dauerstress gefangen. Das bedeutet permanente Anspannung der entsprechenden Muskeln und Faszien.

 

Wie werden Verklebte Faszien wieder Geschmeidig?

 

Das Fasziengewebe zu trainieren ist einfacher als wir denken. Es soll Spaß machen und Entspannung bringen. Das Training kann aus kurzen Übungseinheiten bestehen, sollte aber regelmäßig stattfinden. Unterschiedliche Bewegungsarten regen die verschiedenen Rezeptoren der Faszien an, z. B.:

  • Wippende, hüpfende Bewegungen, z. B. beim Seil- oder Trampolinspringen
  • Vorsichtige Dehnungen, z. B. beim Yoga oder anderen Bewegungstrainings
  • Langsamer, tiefer, dehnender Druck, z. B. bei einer Rebalancing Behandlung oder mit einer Faszienrolle (Faszienrollen sollten immer erst nach einer persönlichen Anleitung benutzt werden)
  • Vibrierende Bewegungen, z. B. wenn wir einfach mal den ganzen Körper schütteln
  • Dynamische, rhythmische Bewegungen, z. B. beim Tanzen
  • Achtsame, fließende Bewegungen, z. B. beim Chi Gong
  • Leichte, schwerelose Bewegungen, z. B. beim Schwimmen
  • Ganzheitliche, bewusste Bewegungen, die die Kommunikation von Muskeln und Gehirn verbessern und ein neues Körpergefühl bringen, z. B. bei den Somatischen Übungen
  • Genussvolles Strecken und Räkeln
  • Natürlich auch auf eine gesunde, vitamin- und nährstoffreiche Ernährung achten und viel Wasser trinken

Beim Training sollten die Bewegungen weich, bewusst und wohltuend sein. Nimm Dir Zeit zu spüren, was Dein Körper braucht. Vermeide Schmerzen und akzeptiere Deine Grenzen. Wohlfühlen ist wichtiger als Dich ständig selbst zu verbessern. Da das Fasziengewebe den ganzen Körper verbindet, sollte auch das Training den ganzen Körper einschließen. Von Kindern können wir sehr viel lernen. Sie trainieren ihre Faszien auf natürliche, spielerische Weise, jeden Tag. Ein Besuch auf dem Spielplatz kann sich lohnen!!!

 

Was sind somatische Übungen?

 

Mein Favorit beim Faszientraining sind die Somatischen Übungen. Sie haben mir sehr geholfen, als ich vor meiner Prüfung zur Heilpraktikerin plötzlich unter sehr starken Rückenschmerzen gelitten habe. Wahrscheinlich war alles zusammengekommen: viel zu viel Sitzen durch ständiges Lernen, Stress und Prüfungsangst und keine Zeit für den wichtigen Ausgleich. Die Somatischen Übungen sind ein wesentlicher Teil meines morgendlichen Fitness-, Bewegungs-, Meditations- und Wohlfühl-Rituals und ich möchte sie nicht mehr missen!

 

Die Grundlage der Somatischen Übungen ist Hanna Somatics von Dr. Thomas Hanna. Aufbauend auf der Arbeit von Moshé Feldenkrais hat Thomas Hanna eine sanfte, den Körper und das Bewusstsein schulende Körperarbeit entwickelt. Die Übungseinheiten verbessern die Faszienbeweglichkeit, schulen die Eigenwahrnehmung und können eine Vielzahl von Beschwerden lindern oder rückgängig machen. Die Übungen machen Spaß, sind einfach zu lernen und sehr wirksam.

 

Auf meinem Blog zu den Somatischen Übungen könnt ihr mehr dazu erfahren. 

Wer die Somatischen Übungen lernen möchte, hierzu gibt es Kurse und Workshops in Traubing und in München. Hier geht’s zu den Terminen.

 

Mein Angebot an Faszienbehandlungen

Meine erste Ausbildung zur Faszientherapeutin (Rebalancing-Ausbildung) fand Anfang 1980 statt. Im Laufe der Jahre sind eine Vielzahl weiterer Aus- und Weiterbildungen hinzugekommen. In den Behandlungen und Seminaren verbinde ich, nach Bedarf, unterschiedliche Methoden, Trainings- und Entspannungseinheiten, wie z. B.:

  •  Rebalancing®, (Tiefe Faszienmassage weiterentwickelt aus der Rolfing®-Technik)
  • Sensomotorics® und Somatische Übungen® (Manuelle Therapieformen nach Thomas Hanna)
  • Massage, Gelenklockerung (Tragering)
  • Craniosacral Therapie®
  • Nutzung von Faszienrollen in Einzelbehandlungen
  • Körperbewusstseins- und Bewegungstraining
  • Meditation, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, Progressive Muskelentspannung

Den Terminkalender für Workshops und fortlaufende Kurse findest Du hier:

und was ist mit Cellulite?

Natürlich darf beim Thema Faszien auch ein Absatz zu Cellulite nicht fehlen. Die Neigung zu Orangenhaut an Beinen, Po oder auch an Armen und Bauch ist bei jeder Frau unterschiedlich ausgeprägt. Männer leiden nur selten an Cellulite (z. B. wenn sich durch Dauerstress in Kombination mit Übergewicht und Muskelabbau der Hormonhaushalt verändert).

 

Ein Zusammenwirken von Hormonen, Körperfett, Stress, fetter und zuckerhaltiger Ernährung, Alkohol, Rauchen und, ganz wichtig, Bewegungsmangel, verstärkt Cellulite. Je mehr Fett die Zellen speichern, desto stärker drücken sich die Fettzellen durch das Bindegewebe nach außen. 

 

Was kann ich gegen Cellulite tun?

Alles, was die Durchblutung und den Abbau von Körperfett fördert hilft, Cellulite zu lindern. Dazu gehören:

  • Regelmäßiger Sport, Schwimmen
  • Faszientraining
  • Viele Bewegungseinheiten im Alltag, jeden Tag
  • Faszienmassagen
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Trockenbürsten, Hautpeelings, Wechselduschen
  • Ausgewogene, vitamin- und nährstoffreiche Ernährung
  • Viel Wasser ohne Kohlensäure trinken

Das Muskelsystem kann relativ schnell wiederaufgebaut werden, wenn es z. B. aufgrund einer Krankheit nach längerem Liegen geschwächt ist. Das Fasziensystem reagiert sehr langsam auf ein Training. Du brauchst also Geduld und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall!

 

Ein Training kann geschwächtes oder verklebtes Bindegewebe kräftigen und festigen, damit es seine unterstützende Arbeit für den Lymphfluss wieder aufnehmen kann. Schlackenstoffe können dann wieder abtransportiert werden. Die Faszien werden geschmeidiger, die Haut strafft sich und die Cellulite kann stark reduziert werden und mit viel Geduld und Ausdauer verschwindet sie vielleicht ganz.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Chaya Mueller Bronstein (Dienstag, 21 Januar 2020 06:47)

    Wow, beautiful, interesting and encouraging!
    I am engaged in many of your proposed exercises and practices!
    Love the summery and explanations!
    Would love a session in Rebalancing or Craniosacral therapy if I would live closer!
    Love
    Chaya

  • #2

    Ritmo (Dienstag, 21 Januar 2020 18:02)

    Thank you so much. May be next time when we meet again in Sedona?
    Love
    Ritmo