Raum für stille

Dieser Workshop bietet die Möglichkeiten, eigene Erfahrungen mit einfachen Meditationstechniken zu machen und natürlich geht es auch um Fragen rund um das Thema Meditation wie z. B:

  • Was ist Meditation und wie wirkt Meditation?
  • Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft und der Medizin
  • Wie funktioniert "wertfreies Beobachten"?
  • Wie schaffe ich mir Ruheinseln? Und warum Ruheminuten manchmal schon ausreichen!

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Für alle, die jetzt schon etwas mehr zum Thema Meditation erfahren wollen, einfach weiterlesen...

 

Was ist meditation?

Meditation ist ein Zustand des Beobachtens von dem was ist. Ein Beobachten ohne zu bewerten. In östlichen Traditionen sind Meditationstechniken und ihre positiven "Nebenwirkungen" auf die Lebensqualität seit Jahrtausenden bekannt und Teil des täglichen Lebens. Viele Menschen haben die Vorteile von Meditationen längst erkannt. Das Interesse an Meditation wächst enorm, seit die Wissenschaft die positiven Wirkungen mit Daten beweisen kann.

 

Wissenschaftler können messen was im Körper passiert, wenn ein meditativer Zustand erreicht wird. Die Atmung verlangsamt und vertieft sich, Herzrate und Blutdruck sinken und die Muskelanspannung nimmt deutlich ab. Die Neurowissenschaftler haben festgestellt, dass die elektrische Aktivität des Gehirns eines Meditierers langsamere und stärker synchronisierte Wellen zeigt. Das bedeutet Stärkung und Harmonisierung für Körper, Geist und Seele.

 

Auch die Medizinforschung  kam dank der Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn zu bahnbrechenden Ergebnissen im Bereich Meditation zur Stärkung der Gesundheit und Verzögerung des Alterungsprozesses.

 

Die positiven nebenwirkungen von meditation

Wer regelmäßig meditiert wird entspannter und gelassener, die rastlose Betriebsamkeit der Gedanken beruhigt sich. Viele kennen diesen entspannten Zustand kurz vor dem Einschlafen. Mir wird oft die Frage gestellt, ob ein normaler Alltag und erfolgreiches Arbeiten in einem entspannten Zustand überhaupt möglich sind. Tatsache ist, dass mit der Entspannung auch die Konzentrationsfähigkeit wächst. Auch hier erkennen Hirnforscher, dass sich beteiligte Hirnarreale nach einer längeren Meditationserfahrung vergrößern. Unsere Intelligenz kann sich tatsächlich dadurch weiter entwickeln.

 

Meditationstechniken stärken den Raum der inneren Stille, damit wir auch im Alltag gelassener und bewusster sein können. Sie finden in der heutigen Zeit auch im Bereich Stresskompetenz und Burn-Out Prävention ihre Anwendung. Die Liste der positiven Nebenwirkungen ist erstaunlich lang. Hier sind nur einige genannt:

  • Die Fähigkeit sich mental und körperlich zu entspannen wächst
  • Die Kompetenz, dem Stress positiv zu begegnen, entwickelt und erweitert sich
  • Die Zellteilung wird gestärkt, der Alterungsprozess verlangsamt und die Gesundheit gefördert
  • Sorgenvolles Grübeln und das rasende Gedankenkarussel werden unterbrochen
  • Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein wird gestärkt
  • Die Grundlage für intelligente Entscheidungen wird gefördert
  • Kreativität und innovative Ideen fallen leichter
  • Die Fähigkeit, gelassener mit Emotionen umzugehen wächst
  • Mitgefühl für sich selbst und die Umwelt wird gestärkt
  • Die Fähigkeit, anderen offen zu begegnen, erweitert sich

 

Mit meditation Den alterungsprozess verlangsamen?

Bahnbrechend für die Forschung und die Diskussion um die Wirkung von Meditation und Achtsamkeitsübungen war die Entdeckung eines  „Unsterblichkeitsenzyms“, der Telomerase. Für diese Entdeckung bekam Elizabeth Blackburn im Jahr 2009 den Nobelpreis für Medizin verliehen. Ihre Studien beschreiben, wie jeder durch Entspannung und Meditation den eigenen Alterungsprozess zu verzögern und die Gesundheit stärken kann. 

 

Ihre Forschung an den grundlegendsten Bausteinen des Lebens – den Chromosomen, die unsere DNA und damit unser Erbgut enthalten, konzentrierte sich auf die Enden der Chromosomen, den so genannten Telomeren.  Bekannt war bisher, dass diese Telomere wie Schutzkappen für die Chromosomen agieren und eine große Rolle bei der Zellteilung spielen. Bei jeder Zellteilung werden diese Schutzkappen etwas kürzer. Wenn sie so kurz werden, dass die Chromosomen nicht mehr durch die Kappen geschützt sind, hört die Zelle auf, sich zu teilen und stirbt ab. Und der Prozess der Alterung beginnt.

 

Elizabeth Blackburn entdeckte im menschlichen System ein bisher unbekanntes Enzym, das in der Lage ist, den Abnutzungseffekt der Telomere zu verkürzen und diese sogar wieder zu verlängern. Diesem Enzym gab die Forscherin den Namen Telomerase. 

 

Die Verkürzung der Telomere, also die langsame Abnutzung der Schutzkappen, führen zur Alterung unseres Organismus. Die Hautzellen beginnen abzusterben und die ersten Falten werden sichtbar. Auch die Zellen des Immunsystems sterben. Damit erhöht sich das Risiko, krank zu werden. Die weitere Forschung hat sogar ergeben, dass durch die Abnutzung der Telomere das Risiko von Herz- und Gefäßkrankheiten, Alzheimer und einiger Krebsarten sowie Diabetes steigt.

 

Wie kann durch Meditation Vitalität, Jugendlichkeit und Gesundheit gefördert werden?

Elizabeth Blackburn weist auf mehr als 10.000 Studien hin, die ihre Feststellung bestätigen: Negativer Stress ist schlecht für die Telomere. Wissenschaftler aus Los Angeles an der University of California haben festgestellt, dass Studienteilnehmer den Erhalt ihrer Telomere allein dadurch verbessern konnten, indem sie über zwei Monate täglich zwölf Minuten pro Tag meditiert haben. Für die Forschung und für alle Menschen ist dies eine überaus wichtige wissenschaftliche Erkenntnis.

 

Wichtig ist, dass die Lebensphase, in der wir gesund, vital und frei von schweren Krankheiten sind, möglichst  lange andauert. Neben gesunder Ernährung und Bewegung gibt es jetzt einen weiteren, von der Wissenschaft bestätigten, Baustein, der uns dabei hilft, diese Gesundheitsphase zu unterstützen und zu verlängern.

 

Entspannungsverfahren, Achtsamkeitsübungen und Meditation bauen Stress ab und erhöhen damit nachweislich die Konzentration des Enzyms Telomerase. Die Telomere regenerieren sich also durch Entspannung und Meditation und der Prozess der Zellteilung wird verlängert. Damit wird der Alterungsprozess verlangsamt und die Gesundheitsphase gestärkt. Ich finde, das ist eine unglaublich gute Nachricht!!

 

was ist beim meditieren wichtig?

Die  meisten Menschen denken bei dem Wort Meditation an eine Person im Schneidersitz mit geschlossenen Augen und aufrechter Haltung. Tatsächlich ist eine aufrechte und entspannte Haltung sehr förderlich. Es ist aber durchaus möglich auf einem Stuhl, einem Sitzkissen oder sogar im Liegen zu meditieren. Allerdings besteht dann eher die Gefahr, dass man einschläft.

 

Es stehen unzählige Meditationstechniken aus den verschiedensten Traditionen und Weisheitslehren zur Verfügung. Techniken mit Musik und tanzenden oder drehenden Bewegungen, mit summenden Tönen oder gesprochenen Mantras oder in Ruhe und Stille. Oft richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Atmung. Das Ein- und Ausströmen der Atmung wird beobachtet, ohne das etwas verändert werden muss. Die Aufmerksamkeit kann z. B. auf den Nabel gelenkt werden, der sich bei jedem Atemzug hebt und senkt.

 

Akzeptanz ist ein essentieller Aspekt bei den allen Meditationstechniken. Ein wertfreies Beobachten und Akzeptieren aller Wahrnehmungen!

 

Meditationstechniken sind so vielfältig wie die Menschen und jeder kann Techniken finden, die ihn unterstützen.

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